
Der klassische Begriff vom Wissensmanagement erhält derzeit durch neuere Forschungen und vor allem durch die Bestrebungen zur Integration der Grundsätze des "Web2.0" eine neue Bedeutung. Demnach soll sich Wissensmanagement künftig auch damit befassen, die "richtigen" Experten zusammen zu bringen, anstatt daran zu arbeiten das entsprechende Wissen aus den Köpfen der Mitarbeiter zu extrahieren und dann in Datenbanken extern zu verwalten.
Dabei zielt die so genannte "Wissensarbeit" auf die folgenden Zielsetzungen:
Die Schneider System GmbH wurde im Rahmen einer Pilotstudie beauftragt, die Potentiale von aktueller "Social Software", insbesondere von Wikipedia-Systemen, auf deren Nutzbarkeit im Hinblick auf die dynamische Wissensspeicherung und -abruf zu prüfen und in Form eines Demonstrators zu realisieren.
Hierbei wurde auf Ergebnisse früherer Studien zurückgegriffen, wodurch eine technische und inhaltliche Verknüpfung zwischen semantischer Datenstruktur und Wiki geschaffen und so eine innovative Umgebung für die Wissensarbeit realisiert werden konnte. Diese kann durch einen eher "statischen" Anteil (der nur einem geringen Pflege- und Änderungsbedarf unterliegt) auf Basis einer Ontologie ("Semantisches Netz") und einen sehr dynamischen, der seine Qualität aus dem sich stetig ändernden Wissenspool der Social Software ("Wiki") bezieht, charakterisiert werden.
Beide Teile sind technisch jedoch derart miteinander gekoppelt, dass keine "Informationsinsel", sondern eine ganzheitliche Informationsumgebung geschaffen wird.